Klasse statt Masse


Die VDP-Klassifikation beruht auf einem privatrechtlichen Statut der Prädikatsweingüter Deutschlands. Dieses Statut definiert die Qualität eines Weines nach dem “Terroir”, der Herkunft, in Verbindung mit der Qualität. Für die Prädikatsweingüter ist also der Weinberg das ausschlaggebende Gütemerkmal.

Ziel der VDP-Klassifikation ist es, die Wertigkeit der besten Lagen Deutschlands festzulegen, den Erhalt einre einzigartigen Kulturlandschaft zu sichern, den besonderen Stellenwert der großen trockenen Weine aus Deutschland zurück zu gewinnen und die Bedeutung der traditionsreichen fruchtsüßen Prädikatsweine hervorzuheben.

VDP. GROSSE LAGE:

Die Spitze der Weinberge

VDP. GROSSE LAGEN sind hochwertigste, parzellengenau abgegrenzte Terroirs, in denen Weine mit ganz besonderem Charakter reifen, die ihre Herkunft widerspiegeln und ein besonderes Reifepotential besitzen. Sie sind mit regional eng festgelegten und zum jeweiligen Weinberg passenden Rebsorten bepflanzt.

Die trockenen Weine aus VDP. GROSSEN LAGEN werden als VDP.GROSSES GEWÄCHS bezeichnet und mit dem Logo „GG-Traube“ präsentiert. Fruchtsüße VDP.GROSSE LAGE Weine tragen die traditionellen Prädikate von Kabinett bis Trockenbeerenauslese. Der Ertrag liegt bei max. 50 hl/ha. Es muss selektiv per Hand gelesen werden, wobei das Mostgewicht mindestens Spätlesequalität besitzt. Vermarktungszeitpunkt für fruchtsüße Weine aus VDP.GROSSER LAGE ist der 1. Mai. VDP.GROSSE GEWÄCHSE werden als Weißweine am 1. September präsentiert, als Rotweine ein Jahr später.

VDP. ERSTE LAGE:

Erste Klasse

VDP. ERSTE LAGEN sind erstklassige Weinberge mit eigenständigem Charakter, in denen optimale Wachstumsbedingungen herrschen, und in denen nachweislich über lange Zeit Weine mit nachhaltig hoher
Qualität erzeugt wurden. Die trockenen VDP. ERSTE LAGE Weine werden als Qualitätswein trocken
gekennzeichnet. Fruchtsüße VDP. ERSTE LAGE Weine tragen die klassischen Prädikate. Der Ertrag liegt maximal bei 60 hl/ha. Es muss selektiv von Hand gelesen werden und das Mostgewicht liegt mindestens bei Spätlesequalität. Die Weine kommen am 1. April auf den Markt.





VDP. ORTSWEIN:

Botschafter bester Böden

VDP. ORTSWEINE entstammen hochwertigen, charaktervollen und traditionellen Weinbergen innerhalb eines Ortes, die mit gebietstypischen Rebsorten bepflanzt sind. Die trockenen VDP. ORTSWEINE werden mit der Ortsbezeichnung als Qualitätswein trocken gekennzeichnet. Fruchtsüße Ortsweine tragen die klassischen Prädikate. Der Ertrag ist auf 75 hl/ha begrenzt.











VDP. GUTSWEIN:

Von Grund auf gut

VDP.GUTSWEINE entstammen den klassischen Gutslagen. Hier entstehen Basisweine auf hohem Niveau. Es werden mindestens 80 % empfohlene, gebietstypische Rebsorten angebaut. VDP. GUTSWEINE bieten einen hervorragenden Start in die Qualitätshierarchie der VDP-Klassifikation.









UNSERE LAGEN UND BÖDEN


Vier verschiedene Bodenarten dienen unseren Weinreben als Wachstumsgrundlage. Die Weine des Staatlichen Hofkellers spiegeln also die Vielfalt aller vier geologischen Formationen. Sie geraten lebendig und feingliedrig auf Urgestein am Untermain (z. B. Hörsteiner Abtsberg), elegant und erdig auf Muschelkalk um Würzburg (z. B. Würzburger Stein), markant fruchtbetont auf Gipskeuper im Steigerwald (z. B. Handthaler Stollberg) und als gehaltvolle Rotweine auf warmem Buntsandstein im Main­viereck (z. B. Großheubacher Bischofsberg).