Terroir


Einzigartig.
Jeder Wein ist ein Unikat – jedes Jahr neu, anders, etwas Besonderes.
Das Zusammenwirken des Bodens und seiner geologischen Basis, von Wetter und Klima, der Landschaft und in ihr der Lage eines Weinberges mit der Rebsorte und deren Alter – all diese Faktoren bilden zusammen ein jährlich immer neues, immer anderes Fundament für individuelle, für einzigartige Weine.

Einzigartig. Und einmalig.
Große Weine brauchen all dies: ein besonderes, ein einzigartiges Zusammenspiel von Boden, Wetter, Landschaft und Reben – das Terroir.
Groß werden diese Weine aber erst unter der fürsorglichen Hand des Winzers. Sein Wissen um Vorzüge und Gefahren von Natur und Landschaft, seine Kenntnis der oft über Generationen hinweg weitergegebenen regionalen oder ortstypischen Gebräuche – im Weinberg und im Keller, sein Gespür für das richtige Tun zum rechten Zeitpunkt und – ja – auch seine Liebe zu „seinen“ Rebstöcken – erst diese Gaben des Winzers sind es, die bei hervorragenden äußeren Bedingungen auch großartige, ja einmalige Weine entstehen lassen.
Der Winzer komponiert und kreiert aus den Vorgaben der Natur, aber eben auch mit seiner individuellen Handschrift Weine, die seinen Charakter und das Terroir gleichermaßen widerspiegeln. So schafft die Persönlichkeit des Winzers mit handwerklicher Sorgfalt, mit großer Erfahrung und mit viel Hingabe und Leidenschaft im besten Sinne: „Weinpersönlichkeiten“.

Einzigartig. Und einmalig. Die Vielfalt der Weine.
Die Weine des Staatlichen Hofkellers sind solche einzigartigen Weinpersönlichkeiten. Neben der hervorragenden Arbeit unserer Winzer- und Kellermeister und der über Jahrhunderte gewachsenen Erfahrung und Wein-Kompetenz spielt die Lage der Weinberge eine entscheidende Rolle für die Qualität, die Vielfalt und den Geschmack unserer Weine. Ihre geologische Basis, der sogenannte Trias, entstand vor etwa 30 Millionen Jahren. Bei gewaltigen Bewegungen der Erdschichten gerieten im Bereich des heutigen Mainfranken ursprünglich untereinander gelagerte Boden- oder Gesteinsformationen in Schräglage. So kommt es, dass sich im Bereich des fränkischen Weinbaus heute von Westen nach Osten unterschiedliche Böden an der Oberfläche zeigen – und so den Weinen einen jeweils ganz individuellen Charakter verleihen. Vielfalt auf engem Raum.

Unsere Weine laden dazu ein, diese fränkische Vielfalt zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Wer die rassigen, fein-eleganten Weine liebt, wird vielleicht einen Riesling vom Hörsteiner Abtsberg wählen – gewachsen auf Urgesteinsboden im äußersten Westen des fränkischen Weinlandes. Der sich nach Osten hin anschließende Buntsandstein dagegen ist der „klassische“ Untergrund für die mineralisch-geschmeidigen fränkischen „Roten“. Im Muschelkalk-Land um Würzburg schlägt das Herz des fränkischen Weinbaus. Hier steht der Silvaner, seit Jahrhunderten Flaggschiff der fränkischen Weißwein-Reben. Er vermag ohne Zweifel Weltklasse-Weine hervorzubringen. In den besten Lagen Würzburgs, dem Stein oder der Inneren Leiste, oder am benachbarten Randersackerer Pfülben hat der Hofkeller Weinberge. Bleibt noch der Keuperboden ganz im Osten: Am Steigerwald wachsen harmonisch-gehaltvolle Weißweine höchster Güte. Auch dort, etwa am Julius-Echter-Berg in Iphofen, wachsen Weine des Hofkellers.

Landschaft im Glas
Kleine beschauliche Städte und das Weltkulturerbe der Würzburger Residenz, das alles in lieblicher Landschaft, geprägt vom Fleiß der Menschen, das Tal des Mains und seiner kleinen Nebenflüsse – wer das Weinland Franken kennen lernen will, braucht nur ein wenig Fantasie. Und manchmal reicht ein einziger Schluck …