Der Weinkeller

4.557 m²
Kellerlabyrinth
zu entdecken

Eine atmosphärische Zeitreise

Tief im Inneren der Würzburger Residenz erstrecken sich die weitläufigen und labyrinthisch verschlungenen Kellergänge des ehemaligen “Fürstbischöflichen Hofkellers”.



1719 bekam Balthasar Neumann, der Baumeister aus Eger, von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn den Auftrag, eine neue Residenz in Würzburg zu errichten und die Vorgabe, vor allem auch einen “vorzüglichen Weinkeller” einzuplanen.

Die Residenz ist eine der bedeutendsten Barockanlagen nördlich der Alpen – mit weitläufigem Hofgarten, der hellen und reichen Architektur Neumanns und den atemberaubenden Fresken des Venezianers Giovanni Battista Tiepolo.

Im Bewusstsein dieses großen Erbes führt der Staatliche Hofkeller Würzburg die Institution des fürstbischöflichen Hofkellers fort und dies nicht als Museum, sondern als lebendiges Weinkulturdenkmal mit moderner kellerwirtschaftlicher Nutzung.

Dem Besucher, der heute durch die stimmungsvoll beleuchteten Gänge und Gewölbe des Residenzweinkellers streift, erschließt sich einer der schönsten Weinkeller der Welt.


Der überwältigende Eindruck der Holzfässer nimmt den Besucher nicht nur im “Stückfasskeller” sofort gefangen. Festliche Weinproben und kulturelle Veranstaltungen locken alljährlich Tausende von Weinfreunden aus aller Welt in diese einzigartigen Gewölbe. In den Annalen des Hofkellers spielen die riesigen “Beamtenweinfässer” eine ganz besondere Rolle. Vor über 200 Jahren floss aus den Fassriesen nichts Geringeres als der flüssige Sold der Hofbediensteten.

Zurück in die dunklen Jahre des 30-jährigen Krieges führt die Geschichte des “Schwedenfasses” und erzählt vom legendären Jahrtausendwein des Jahres 1540.
Ein besonderes Kleinod befindet sich im Bacchuskeller – die Schatzkammer! In der “Weinbibliothek” des Hofkellers geben wertvolle, in Ehren gereifte Weine sicht- und schmeckbare Zeugnisse vergangener Weinjahre. Der Ausbau der Rotweine erfolgt im Südflugel der Residenz unter der Hofkirche.

Wein ist Genuss – genießen Sie unsere einmaligen Weine im Ambiente dieses Weinkulturdenkmals im Rahmen einer Kellerführung oder einer exklusiven Weinprobe im festlich illuminierten Gewölbe. Unsere Angebote, aktuellen Termine und Konditionen finden Sie in der Kategorie Veranstaltungen.


Wissenswertes:

Kellerfläche: 4557 qm
Kellerganglänge: 891 m
Luftfeuchtigkeit: 80 %
Mauerstärke: bis zu 6 m
Gewölbehöhe: bis zu 6,5 m
Spannweite: 10 m
Holzfaßlagerraum: ca. 600.000 ltr
Kellertemperaturen: 15 – 18°C

Hier geht´s in die Tiefe ...

Seit alters her ist hier der offizielle Eingang in den Weinkeller. Am Ende der steilen Treppe erwartet den Besucher das sogenannte Kellerrecht, die im Keller gültigen Verhaltensregeln in Wort und Bild. Ein Ölgemälde aus dem späten 18. Jahrhundert illustriert das rustikale Kellerleben zur Zeit des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal.

Das Kellerrecht:
Es ist verboten…
das Zanken, Fluchen, Zoten reißen,
mit großen Worten um sich schmeißen,
das Kratzen, Schreiben an den Wänden,
das Klopfen an die Faß mit Händen,
Fürwitz und ander Ungebier,
geziemet sich durchaus nicht hier!

Der Rondellkeller verbindet den Stückfasskeller mit dem Kammerkeller. Von dort aus erschließt sich dem Besucher die ganze Dimension des Weinkellers. Dieser oval geschnittene Kellerteil ist eine architektonische Meisterleistung Balthasar Neumanns. Eine mächtige Säule in der Mitte und teilweise doppelte Außenwände fangen die gewaltigen Lasten ab. So befand sich zwei Etagen über dem Rondellkeller das fürstbischöfliche Theater der Residenz, heute die Gemäldegalerie. Die Geschichte des Schwedenfasses (gebaut 1684) führt zurück in die dunklen Jahre des 30-jährigen Krieges und ist Bestandteil einer unglaublichen Geschichte um den legendären Weinjahrgang 1540!

Der Stückfasskeller ist das Kernstück der historischen Kellergewölbe. 100 kleine Holzfässer (Stückfässer) ruhen auf einem historischen Doppellager und geben diesem Kellerteil seinen Namen. Das „Stück“ ist eine alte fränkische Maßeinheit für Holzfässer und fasst ca. 1200 Liter. Eine historische Weinpresse (Kelter) aus dem 18. Jahrhundert und ein imposanter Kronleuchter sind weitere Höhepunkte dieser Wein-Kultur-Stätte.

Kapazität: 160 Personen (maximal erweiterbar im Rondell- und Kammerkeller auf 320 Personen)
Fasspatenschaft: 4 Personen (falls Sie wissen wollen, was da dahinter steckt und/oder auch eine Patenschaft übernehmen wollen – dann klicken Sie bitte unten auf Fasspatenschaft.)

Der Kammerkeller, der frühere Hofkammerkeller, ist das symmetrische Spiegelbild des Stückfasskellers. Hier wurden ganz besondere Weine der Fürstbischöfe eingelagert. 

Wenn unsere Holzfässer reden könnten… Sie würden erzählen von Fürstbischöfen, Königen und Kurfürsten, von traurigen und fröhlichen Ereignissen, von verheerenden Missernten und Hitzeperioden, aber auch von überragenden Weinjahrgängen. Drei Fassriesen, die “Beamtenweinfässer” (erbaut 1784), spielen in den Annalen des Hofkellers eine gewichtige Rolle, enthielten sie doch nichts Geringeres als den flüssigen Sold der Hofbediensteten, der traditionell zu einem Gutteil in Wein ausbezahlt wurde.

Der römische Weingott Bacchus gibt dem Keller seinen Namen. In diesem Teil des Kellers befand sich bis 1945 die Schatzkammer mit erlesenen Weinen des Hofkellers. Im II. Weltkrieg zerstört und als Weinprobenbereich wieder aufgebaut, erstrahlt sie heute als Bacchusecke in neuem Glanz. Die Brücke zur Gegenwart schlägt eine moderne Präsentation unserer Schatzkammerweine.

Kapazität: maximal 70 Personen

Ein langer unterirdischer Tunnel führt vom nördlichen in den südlichen Residenzweinkeller. Auf gut 60 Meter reiner Wegstrecke werden über 875 Jahre Geschichte lebendig. Vom Gründungsjahr 1128 bis in die Gegenwart, vom Bischöflichen, Fürstbischöflichen, Königlichen Bayerischen bis zum Staatlichen Hofkeller Würzburg.

Im Rotweinkeller reifen auch heute noch die charaktervollen Rotweine des Staatlichen Hofkellers. Dieser Teil wurde 2006 renoviert und präsentiert moderne Elemente im historischen Sandsteingewölbe. Im angeschlossenen “Eiskeller”, der ursprünglich von Balthasar Neuman als “Kühlschrank” der Residenz geschaffen wurde, lagern ebenfalls hochwertige Rotweine in kleinen Barrique-Fässern und entfalten hier ihr außergewöhnliches Potential.

Kapazität: 80 Personen (maximal erweiterbar im “Eiskeller” auf 100 Personen) 

Der Stückfasskeller – weit über die Grenzen Würzburgs hinaus bekannt – ist ohne Zweifel das Herzstück des historischen Residenzweinkellers, ein Stück Weinkultur im Weltkultur(erbe) Würzburger Residenz. Mit der Übernahme einer Fasspatenschaft für ein „Stück“ tragen Sie zum Erhalt dieses Weinkultur(erbes) bei und werden Mitglied im Club der Fasspaten. Ein individuell für Sie oder Ihre Firma gefertigtes Stückfass und exklusive Clubveranstaltungen im historischen Weinkeller sind die wichtigsten Inhalte der Fasspatenschaft.

Ihr Ansprechpartner:
Bernd van Elten

Telefon: 0931-3050931
Email: bernd.vanelten@hofkeller.de


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